Die Humanistische Internationale drückt ihre Solidarität gegenüber den gewaltfreien Protesten in Burma aus
Kategorie: Humanist InternationalDie Humanistische Internationale beobachtet mit grosser Sorge das aktuelle Geschehen in Burma. Das Militär-Regime, das seit seiner illegalen Machtübernahme im Jahre 1962 die Menschrechte der Bevölkerung mit Füssen tritt, unterdrückt die friedlichen Demonstrationen im ganzen Land, erschiesst und verhaftet Mönche und verspricht „extreme Massnahmen“.
Es ist höchste Zeit, dass das Militär ihren Machtanspruch aufgibt und den Prozess für die Übergabe an eine demokratisch gewählte Regierung startet.
Wir unterstützen vollständig die Aktionen der protestierenden Mönche, Nonnen und anderen Zivilpersonen in Burma, die mit Mitteln der aktiven Gewaltfreiheit, der ethisch und moralisch höchststehenden Form des Protestes, auf eine gesellschaftliche Veränderung abzielen.
Wir benutzen diese Gelegenheit, um folgende Sofortmassnahmen seitens des Militärregimes in Burma zu fordern:
- Die unverzügliche Beendigung der Unterdrückung der friedlichen Proteste auf den Strassen von Burma
- Die Verkündung der Pläne, um den demokratischen Prozess im Land innert kürzester Zeit wieder herzustellen
- Die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen, insbesondere der Führerin der Pro-Demokratischen Bewegung, Aung Sang Suu Kyi.
International rufen wir auf:
- Die Vereinigten Nationen: alle Schritte zu unternehmen, um Druck auf das Regime in Burma auszuüben, damit dieses die Macht abgibt.
- Die Regierungen von China und Russland: die Aufgabe ihrer stillschweigenden Unterstützung des birmanischen Regimes durch ihre Verhinderung einer kritischen Resolution des UN Sicherheitsrates. Sie dürfen ihre eigenen ökonomischen und politischen Interessen nicht länger über die Interessen der Menschen in Burma stellen, die schreckliche Missbräuche erleiden.
Der kommende 2. Oktober kennzeichnet den Internationalen Tag der Gewaltfreiheit, der von der Generalversammlung der Vereinigten Nationen im Juni dieses Jahres ausgerufen wurde. Wir nehmen diese Gelegenheit wahr, die historischen Beispiele von Mahatma Gandhi und Martin Luther King, sowie das moderne Beispiel von Mario Rodriguez (Silo) zu proklamieren, und fördern aktive Gewaltfreiheit als den einzigen kohärenten Weg, um gesellschaftliche Veränderungen zu erzielen: Veränderungen die notwendig sind, um die Gewalt in allen ihren Formen aus der menschlichen Gesellschaft zu beseitigen.









