Tomas Hirsch fordert in Lausanne die Freilassung der politischen
Kategorie: Switzerland, Tomas HirschAn der 1.Mai Feier in Lausanne erklärte der Ex-Präsidentschaftskandidat des chilenischen Linksbündnisses „Juntos Podemos Mas“, dass es in Chile nach wie vor keine wirkliche Demokratie gebe. Insbesondere beklagte er, dass auch unter der Regierung Michele Bachelets noch immer politischeGefangene inhaftiert seien. Bei vier dieser Gefangenen handelt es sich um Führer des Volkes der Mapuche, die zulangjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden und die sich als Protest seit 45 Tagen im Hungerstreikbefinden. Ihr Zustand sei bereits sehr kritisch, und sie seien nach wie vor inhaftiert.
In seiner Ansprache vor den rund 300 TeilnehmerInnen, darunter auch einer grossen Anzahl Exilchilenen und –chileninnen, forderte Hirsch die Freilassung der politischen Gefangenen.
Anlässlich der Veranstaltung am Abend im Casino Montbenont klagte Hirsch ferner das unter Pinochet eingeführte binominale Wahlsystem an, aufgrund dessen eine Partei nur dann VertreterInnen ins Parlament entsenden kann, wenn sie mindestens 33,3% der Stimmen erreicht. So habe das Bündnis Juntos Podemos Mas mit 7,6% der erreichten Stimmen keinen einzigen Vertreter und somit keinerlei Stimme bei der Gestaltung Chiles, was nichts mit Demokratie zu tun habe. Nach mehr als 15 Jahren der Macht seitensder „Concertacion“, die heute von der Sozialdemokratischen Präsidentin Michele Bachelet vertreten wird, seinen immer noch dieselbe Verfassung und dieselben Arbeitsgesetze wie unter Pinochet in Kraft. Das gesamte Land sei mittlerweile privatisiert und die Konzerne plündern die Reichtümer Chiles ohne angemesseneGegenleistungen in Form von Steuern oder Technologietransfer zu leisten.









