Dienstag 14 März 2006

Evo Morales dankt den Humanisten

Kategorie: Tomas Hirsch

 


Der bolivianische Präsident dankt der Humanistischen Partei Chiles

Gemeinsam mit anderen Organisationen der Linken organisierte die Humanistische Partei Chiles eine große Veranstaltung zum Empfang des bolivianischen Präsidenten. Evo Morales, ursprünglich Gewerkschaftsführer und Vertreter der indigenen Bevölkerung Boliviens, hielt sich zur Amtseinführung der sozialdemokratischen Präsidentin Bachelet in Chile auf. Anlass für den Willkommensgruß der anti-neoliberalen Organisationen Chiles war Morales’ Engagement gegen die monströsen Auswirkungen der Privatisierungen und die zunehmende Einflussnahme der USA in Bolivien.

Der bolivianische Präsident wurde durch das spontane Erscheinen der 8.000 meist jugendlichen Teilnehmer an der Veranstaltung überrascht und improvisierte sichtlich bewegt eine Rede. In sehr kämpferischen aber klaren Ton erläuterte er die Situation seines Landes, wobei der die Wichtigkeit einer großen lateinamerikanischen Bewegung zur Bekämpfung der Armut und gegen die Ausbeutung durch die USA betonte.

Am Ende seiner Rede wandte er sich noch direkt an die im Stadion versammelten Humanisten und sagte laut und deutlich vor der versammelten Presse: „Dank den Humanisten, deren Ideen ich vollständig teile!“ – und etwas später, bezugnehmend auf den Slogan der chilenischen Humanisten:  
„Gebt Bolivien einen Zugang zum Meer!“ Morales erwähnte weiterhin, dass er sehr überrascht sei, solch eine Forderung in Chile zu hören.