Dienstag 18 Juli 2006

Position und Vorschläge bezüglich dem Konflikt im Nahen Osten

Kategorie: European Region

 


Aufgrund des jüngsten Ausbruchs der Gewalt im Nahen Osten, erklärt die europäische Regionale der Humanistischen Internationale:

Humanisten lehnen die Gewalt aller der in den Konflikt involvierten Gruppen ab. Ein Konflikt, der schon seit so vielen Jahren andauert, und so viele Menschenleben menschliche Leben gefordert hat.

Im Besonderen verurteilen wir die Invasion der israelischen  Streitkräfte in den Gazastreifen und den Libanon. Diese Aggression ist nicht nur gegen die bewaffneten Gruppierungen gerichtet, sondern gegen die palästinische und libanesische Bevölkerung, die in diesen Gebieten lebt. Deshalb fordern wir den sofortigen Rückzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten.

Ebenfalls verurteilen wir die Angriffe der Hisbollah und der Hamas gegen die Bevölkerung von Israel und fordern die unverzügliche Freilassung der jungen israelischen Gefangenen, (oder ist es nur einer? hab den englischen Text nicht im Büro. Falls einer, dann "des jungen…) die sich in den Händen dieser bewaffneten Gruppen befinden.

Es gibt keine Rechtfertigung für terroristische Angriffe gegen die  Zivilbevölkerung, unabhängig ob israelischer oder palästinensischer Herkunft. Alle beteiligte Fraktionen folgend blindlings der irrationalen Logik der Gewalt, wobei sie sich in einer endlosen Rache-Spirale im Recht fühlen, die anerenanderen zu töten. Damit zeigen sie der Menschheit klar und deutlich ihr anti-humanistisches Antlitz.

Wir wiederholen einmal mehr, dass die Gewalt ein Teil der menschlichen Vorgeschichte ist und den Wünschen einer grossen Mehrheit der Weltbevölkerung total entgegengesetzt ist.

Um aus dieser Spirale der Gewalt ausbrechen, schlagen wir vor, dass zuallererst  all diejenigen, die in fremde Territorien eindringen, sich unverzüglich zurückziehen und die Resolutionen und Empfehlungen der Vereinten Nationen umsetzen. Dies schliesst mit ein, dass Israel die Mauer abreissen muss, die die von der UN als „entgegengesetzt zum internationalen Recht“ bezeichnete. Zweitens schlagen wir die Schaffung einer Streitkraft unter der Kontrolle der UN vor, die einen Korridor zum Schutz beider e der beiden Völker einrichten wird. Drittens schlagen wir vor, dass ein Prozess der Versöhnung mit den Opfern und den Tätern auf beiden Seiten begonnen wird, der die Frage der Verantwortlichkeit mit einschliesst. Wir schlagen die Gründung einer „Kommission für Wahrheit und Versöhnung“ vor, in der Gerechtigkeit entwickelt werden kann. Eine Gerechtigkeit, die jedoch nicht den Schuldigen mehr Leiden auferlegt, sondern die es den Opfern und den Verantwortlichen ermöglicht das Leiden zu beenden. Schlussendlich fordern wir von Israel, ebenso wie von allen Ländern, die im Besitz von Atomwaffen sind, die vollständige  nukleare Abrüstung als internationale Priorität.
 
Die Zukunft der Menschheit kann nicht in der Selbstbehauptung eines Volkes auf Kosten eines andern liegen. Der Prozess (evtl. Die Entwicklung oder Der Entwicklungsgang, um nicht immer Prozess zu verwenden) der Menschheit geht in Richtung der Schaffung einer universellen menschlichen Nation, in welcher die Vielfalt in einer gemeinsamen Richtung zur Überwindung des Schmerzes und des Leidens in den Individuen und Völker zusammenfliesst.

Im Speziellen möchten wir, dass diese Botschaft die Jugend in Palästina und Israel erreicht, damit sie die gewaltfreie Revolution mit uns teilen.

16. Juli 2006


Dateien:
Palestina_Israel_PT.rtf
Palestina_Israel_NL.rtf